Kurztrip in die Dolomiten
... unser Mutter-Tochter-Wochenende in den Bergen
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Zwei Nächte in den Dolomiten - unser Kurztrip voller Berge, Seen und Magie
Zeitig in der Nacht ging es mit dem Auto los in Richtung Italien. Von Müdigkeit keine Spur, wir waren voller Vorfreude auf die Tage in den Bergen. Die Route Richtung Süden über Füssen, den Fernpass und dann über den Brenner war traumhaft schön und aufgrund der frühen Morgenstunden kamen wir gut voran. Es war noch nicht ganz 10 Uhr, als wir unser erstes Ausflugsziel bereits erreicht hatten:
St. Magdalena
Dieses kleine Dorf liegt im Villnösstal auf etwa 1.300 m Höhe, umgeben von den Geislerspitzen.
Dieses kleine Dorf mit den markanten Geislerspitzen im Hintergrund wirkt wie aus einem Märchenbuch. Sanftes Morgenlicht und die kleine Kirche von St. Magdalena boten einen traumhaft schönen Anblick.
Fototipp: Das Licht ist hier morgens oder kurz vor Sonnenuntergang besonders schön. Oberhalb des Dorfes findest du die bekannten Aussichtspunkte mit freiem Blick auf die Geislerspitzen. Der ausgeschilderte Weg zum Fotospot war trotz ein paar Höhenmetern gut zu laufen und hat sich definitiv gelohnt.
Unser nächstes Ziel - das Würzjoch (Passo delle Erbe):
Schon die Fahrt zu unserem nächsten Stopp war ein Erlebnis. Wir fuhren über eine der schönsten Panoramastraßen der Dolomiten (Respekt an dieser Stelle an meine Tochter Steffi, die diese Etappe am Steuer wunderbar gemeistert hat). Schmale Pass-Straße, enge Kurven aber auch weite Blicke und ein tolles Panorama. Die Bilder entstanden bei einem kleinen Spaziergang als wir oben angekommen waren. In den Wäldern duftete es herrlich nach den vielen Zirbelkiefern.
Das Würzjoch liegt auf etwa 2.000 m Höhe und verbindet das Villnösstal mit dem Gadertal. Der Peiterkofel (2.875 m) dominiert hier die Szenerie.
... und weiter zum Pragser Wildsee (Lago di Braies)
Der Pragser Wildsee liegt auf etwa 1.496 m im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Der See ist bekannt für sein Türkisblau und die Bergkulisse, trotz des Internet-Hypes konnten wir den See in Ruhe genießen. Unseres Erachtens brauchen sich die anderen Seen in der Nähe nicht zu verstecken.
Wir haben den See zu Fuß umrundet und konnten so die verschiedenen Aussichten in Ruhe genießen. Der Weg enthält einige Steigungen und Treppen und natürlich haben wir aufgrund der Fotografie deutlich länger als die angegebene Stunde für die Umrundung benötigt. Wir haben uns Zeit gelassen, um den See genießen zu können und natürlich um einige Fotos zu machen. Auch wenn es so aussieht, hier liegt kein Schnee, das Geröll der Berge ist fast weiß, wie du an den Steintürmchen sehen kannst.
Fototipp: Nimm dir die Zeit, den See zu umrunden, denn das bietet immer wieder neue Einblicke und Aussichten. Wenn möglich, plane die frühen Morgenstunden ein, wenn es noch ruhig ist am See. Oft ist das Wasser dann spiegelglatt und die Stimmung fast mystisch. Der Rundweg bietet immer wieder neue Perspektiven.
Nach der Umrundung des Pragser Wildsees haben wir unsere Kameras eingepackt und uns auf den Weg nach Innichen gemacht, wo unsere Unterkunft schon auf uns gewartet hat. Nach dem Einchecken und einem kleinen Spaziergang durch die Stadtmitte in Innichen haben wir ein tolles Lokal entdeckt und dort gemütlich zu Abend gegessen. Glücklich und sehr müde sind wir in der Unterkunft recht schnell ins Bett gefallen, denn der Wecker für den nächsten Tag war schon gestellt...
Der nächste Tag...
An diesem Morgen klingelte der Wecker früh, sehr früh. Nach kurzem Zögern haben wir uns fertig gemacht, die Kameras eingepackt und noch im Dunkeln fuhren wir zum Toblacher See, um den Sonnenaufgang einzufangen. Weit und breit kein Mensch, unser Auto war das einzige auf dem ganzen Parkplatz und so hatten wir den See ganz für uns. Minütlich veränderte sich hier das Licht, als die Sonne aufging. Diese Ruhe am See und dieses Licht, das sind Momente, die man nicht vergisst.
Der Toblacher See (Lago die Dobbiaco) liegt auf etwa 1.176 m Höhe.
Er liegt zwischen den beiden Naturparks Sextner Dolomiten und Fanes-Sennes-Prags.
Fototipp: Bei Windstille spiegelt sich das gesamte Bergpanorama im Wasser, besonderes schön, wie hier zu sehen, am frühen Morgen. Da hat sich das frühe Aufstehen doch mal wieder gelohnt.
Weiter geht´s zu einem Aussichtspunkt mit Bergpanorama
Nach nur ca. 10 Minuten Fahrt hatten wir unser nächstes Ziel erreicht. Diesmal kein See, sondern ein Aussichtspunkt. Hier hatten wir einen tollen Blick auf die Drei Zinnen und die Cristallo-Gruppe. Der Himmel war bewölkt und die markanten Gipfel so beeindruckend, dass wir uns gar nicht sattsehen konnten. Definitiv einer unserer Lieblingsplätze an diesem Wochenende.
Der Dürrensee (Lago di Landro)
Nur wenige Fahrminuten entfernt wartete schon unser nächstes Highlight: Der Dürrensee liegt auf etwa 1.400 m Höhe, eingebettet im Höhlensteintal. Er ist nicht so bekannt wie der Pragser Wildsee, unseres Erachtens aber nicht weniger fotogen. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Cristallo-Gruppe und an diesem Vormittag war das Wasser ruhig und wir hatten tolle Spiegelungen.
Lago di Misurina
Der Lago die Misurina liegt auf etwa 1.754 m Höhe und ist der größte natürliche See der Cadini di Misurina. Misurina ist bekannt für seine klare Luft - hier steht auch ein Kinderasthma-Zentrum, da die Luft hier besonders rein ist.
Fototipp: Besonders schön ist der Blick vom Südufer auf das Grand Hotel Misurina, wenn sich bei Windstille die Sorapis-Gruppe im See spiegelt. Leider war bei unserem Besuch das Wasser zu unruhig für richtig tolle Spiegelungen. Sowohl am Südufer, wie am Nordufer gibt es einen großen Parkplatz. Wir waren uns einig, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat, beide Richtungen anzuschauen und zu fotografieren.
Auronzo di Cadore
Von Misurina ging es weiter nach Auronzo di Cadore, einer charmanten Gemeinde im Süden der Drei Zinnen. Der Ort liegt idyllisch am Lago di Santa Caterina, einem langgestreckten Stausee, über dem sich die Dolomitengipfel spiegeln.
Fototipp: Der beste Blick auf Auronzo und den See hast du von der kleinen Panoramastraße Richtung Misurina. Besonders schön am Nachmittag, wenn die Sonne das Wasser zum Glitzern bringt.
Einfach nur ein kurzer Stopp auf dem Weg zurück nach Innichen:
Sonnenuntergang mit Blick auf die Drei Zinnen und die Cristallo-Gruppe
Abends haben wir uns entschlossen, nochmal zum Aussichtspunkt zu fahren und den Sonnenuntergang dort festzuhalten. Ein toller Abschluss unseres Dolomiten-Abenteuers.
Fazit: Die Dolomiten sind mehr als nur Berge - sie sind ein Gefühl. Ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht, das Licht weicher und die Luft klarer ist und die Seele aufatmen kann. Wir kamen mit vielen Eindrücken und Bildern im Kopf (und auf den Speicherkarten) zurück und mit einer leisen Sehnsucht aber auch der Gewissheit, dass wir hierher sicher zurückkehren.
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