Golden im Schnee
Spaß mit Dante im winterlichen Schlossgarten
FRÜHLINGS-FOTOWALK - eine kleine Auszeit vom Alltag am 14.03.26 in Neuenbürg
Spaß mit Dante im winterlichen Schlossgarten
Winterlicher Start ins Jahr 2026
Gleich zu Beginn des Jahres bescherte uns das Wetter herrlichen Schnee und ein kleines Winterwunderland. Die klare Luft, das besondere Licht, das alles ein bisschen leiser macht und mittendrin: Dante
Ein Golden Retriever, den ich nicht nur heute fotografieren darf, sondern schon über mehrere Shootings begleiten durfte. Es überrascht mich immer wieder, wie vielseitig er sich zeigen kann. Mal wirkt er wie ein kleiner Welpe, dann tobt er energiegeladen im Schnee und wenige Sekunden später setzt er sich souverän für ein schönes Portrait in Pose.
Der Star des heutigen Tages betritt die Bühne, kommt in Ruhe an und schaut sich erst mal um...
Darf ich vorstellen? Dante, am 18.06.2021 als Sohn von Koko und Paul in Gernsbach geboren. Einer dieser Hunde, die man nicht einfach ablichtet, sondern erlebt.
Dante ist kein klassischer Goldie. Zumindest nicht das Bild, das viele bei dieser Rasse im Kopf haben. Kein kletterfreudiger Bergretter und kein begeisterter Rettungsschwimmer. Apportieren kann er hervorragend - dann, wenn er es möchte. Anfangs mit viel Begeisterung, dann entdeckt er jedoch meist etwas Spannenderes am Wegrand. Entenjagd? Somit wahrscheinlich auch nicht seine Berufung.
Dafür ist er laut seiner Hundetrainerin etwas ganz anderes: ein Blumenmädchen. Verträumt streift er durch den Schnee, verliert sich im Moment, nimmt die Welt so wahr, wie sie gerade ist. Achtsam und ganz im gegenwärtigen Moment, würden wir Menschen sagen. Für Dante ist es einfach Sein. Und da können wir wahrscheinlich alle von dem hübschen Rüden auch noch was lernen.
Genau das begeistert mich an ihm - und genau das wollte ich an diesem Tag im Schnee sichtbar machen. Wir spazierten durch den Neuenbürger Schlossgarten und wir ließen ihn rennen, spielen, Schneebälle fangen... Ich beobachtete, wie er innehielt um den Schnee genauer zu betrachten und wie sich dabei seine Mimik veränderte.
Nahaufnahmen, in denen man jedes Gefühl lesen und die Spiegelungen in seinen Augen sehen kann. Bilder aus der Ferne, in denen er Teil dieser stillen Winterlandschaft wird. Keine Inszenierung, kein Druck - nur Raum für das, was gerade da ist.
Zwischendurch gingen wir in den angrenzenden Winterwald, nur ein paar Meter weiter. Mit den schneebedeckten Nadelbäumen und den alten Mauern immer wieder eine tolle Location.
Dante zeigt seine Emotionen stets offen. Er bellt, wenn er frustriert ist. Er diskutiert, wenn er etwas nicht möchte. Er legt sich schnaubend hin, wenn er müde ist. Bedürfnisorientiert, ehrlich, manchmal sehr deutlich. Eine Karriere als Therapiehund blieb ihm daher verwehrt - obwohl man es versucht hatte. Er durfte sein Frauchen früher oft in eine Physio-Praxis begleiten. Eine Patientin beschrieb ihn einmal als "sehr menschenfreundlich". Sein Frauchen meint, dies sei eine freundliche Umschreibung für "aufdringlich" gewesen. Denn Dante weiß genau, bei wem es Leckerchen gibt, wer besonders gut kraulen kann oder wer für ein Spiel zu haben ist. Und er fordert das ein. Notfalls mit Nachdruck.
Auch ich genieße unsere Kraul- und Kuschelmomente sehr, die sich während den Shootings immer mal wieder ergeben.
Von außen betrachtet klingt das schnell nach schlechter Erziehung, nach Inkonsequenz, nach "dem muss man mal zeigen, wer hier das Sagen hat". Aber wer Dante kennenlernt, sieht schnell das ganze Bild:
Er ist der Hund, der gerne kuschelt. Der nicht eifersüchtig wird, wenn andere Hunde gestreichelt werden, weil er sich seiner Menschenfreunde sicher ist. Der liebevoll mit anderen Tieren umgeht - wer er und "sein" Kater sich zuhause gegenseitig putzen, dann ist das pure Zärtlichkeit. Dante ist der Hund, der mit voller Freude über eine Wiese rennt. Der ganz oft einfach Hund sein darf.
Diese Natürlichkeit macht ihn für mich so besonders vor der Kamera. Und sie zeigt, warum solche Shootings für Tierhalter so wertvoll sind. Es geht nicht nur um schöne und perfekte Bilder. Es geht vor allem um Erinnerungen. Um das Festhalten des Wesens, des Charakters, eines ganz eigenen Ausdrucks. Irgendwann bleiben genau diese Fotos. Die Art, wie er den Kopf schief legt. Sein Blick im Schnee. Die Bewegung, die so typisch nur für ihn ist.
Und dann sind da noch die kleinen Anekdoten, die man nicht vergisst:
Dante in der Hundeschule, als er vom Alter noch zwischen Welpe und Junghund war. Nach starkem Regen hatte sich eine Traktorfahrspur in ein riesiges Schlammloch verwandelt. Fünf Hunde rannten zusammen über das Feld - drei Golden Retriever, ein Labrador und eine englische Bulldogge.
Alle stürmten voller Begeisterung in die Pfütze hinein, warfen sich mit dem Hintern voraus in den Schlamm und wälzten sich genüsslich.
Alle - außer Dante.
Er machte eine Vollbremsung, starrte entsetzt auf das Geschehen und zog angewidert die Oberlippe hoch, als wolle er sagen: "Ist das ekelhaft."
Oder sein besonderes Talent, immer im genau richtigen Moment zu pupsen. Stellt man ihm eine Frage - "Dante, was meinst denn du dazu?" - kommt die Antwort oft prompt. Ein Pups. Vielleicht ein Morsezeichen? Den Code hat bisher allerdings noch niemand entschlüsselt...
Dieses Shooting im Schnee war genau das, was ich am Fotografieren liebe. Spontan. Achtsam. Ehrlich. Dante durfte einfach Dante sein. Und ich durfte all das festhalten - für jetzt, für später, für die Erinnerungen, die bleiben...
Ich danke seiner Familie sehr für das Vertrauen und für die Bereitschaft, bei diesem Blogartikel mitzuwirken. Durch eure Anekdoten, Insider-Informationen und Geschichten durften wir Dante auch über das Shooting hinaus noch ein bisschen besser kennenlernen.
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